Töpfern ist
eines der ältesten Handwerke der Welt









Innerhalb des Kunstunterrichts der 3. Jahrgangsstufe lernen die Schüler der Hedwigschule unter fachkundiger Anleitung von Herrn Trocha (ortsansässiger Künstler in Petershagen) den Umgang mit dem Material "Ton" in seinem Atelier kennen. 


Die Kinder bearbeiten den Ton, indem sie ihn rollen, kneten, klopfen und modellieren. Dabei wird ihre Handmuskulatur gekräftigt, die Konzentration und Kreativität gefördert. Töpfern begeistert Jungen und Mädchen gleichermaßen.

Im ca. 10-wöchigen Kurs werden Figuren, Tiere, Nützliches und Dekoratives hergestellt. Natürlich bleibt dabei genügend Freiraum für eigene Ideen und Motive der Kinder. Die Werkstücke werden nach dem Brennen im Brennofen von den Kindern mit bunten Tonfarben wie Engobe und Glasur angemalt. 

Im Töpferkurs entstehen schöne Ergebnisse, an denen die Kinder Freude haben und die sie als Erinnerung an ihre Grundschulzeit behalten können. Gerne werden die hergestellten Töpfersachen aber auch zu verschiedenen Anlässen verschenkt.
 



Töpfern in der Grundschule

Im Kindergarten steht beim Töpfern noch das Ausprobieren im Vordergrund. Die Kinder lernen das Material kennen und formen einfache, meistens runde, Schälchen und Figuren. Wenn sie diese Erfahrung in ihrer Kindergartenzeit nicht gemacht haben, so können Kinder im Grundschulalter beim Töpfern aber sicher auf ihre Erfahrung mit Knetmasse oder mit Sand auf dem Spielplatz zurückgreifen.
 
Sie wissen also, wie man einfache Dinge aus plastischen Materialien formt. Außerdem sind Grundschüler auch sehr gut in der Lage, die zugrundeliegenden Techniken zu verstehen und nach Anleitung zu arbeiten. Aufgrund dieser Voraussetzungen können sich Lehrer/Künstler mit den Kindern beim Töpfern in der Grundschule schon an kompliziertere Formen und Töpfertechniken heranwagen.
 
Durch den Kunstunterricht bringen die Schüler auch schon genügend Geschick im Umgang mit Farben mit, um ihre Töpferware nach dem Schrühbrand hübsch zu verzieren.

Außerdem macht Töpfern in diesem Alter besonders viel Spaß, weil die Kinder in kurzer Zeit ein gutes Ergebnis erzielen und dabei trotzdem das Arbeiten mit einem neuen Material ausprobieren können.
 
Neben der Daumendrucktechnik, mit der sich schnell und einfach kleine Gefäße formen lassen, steht hier vor allem die Wulsttechnik im Mittelpunkt. Hier werden selbst gerollte Teigwülste auf eine Bodenplatte gesetzt und an den Enden miteinander verbunden. Weil diese Technik eine größere Stabilität ermöglicht als die Daumendrucktechnik, können die Kinder damit auch größere Werkstücke herstellen.

Was die Kinder lernen
 
Beim Töpfern in der Grundschule geht es aber nicht nur darum, etwas selbst zu basteln, sondern die Kinder erleben auch, wie aus einem feuchten, weichen Material durch Hitzeeinwirkung ein hartes, stabiles Objekt wird. Vor Ort erleben unsere Schüler diese Prozesse Schritt für Schritt. Die chemischen und physikalischen Vorgänge beim Töpfern kann man aufbereiten.
 
Im Mittelpunkt steht aber natürlich auch das Fördern der Kreativität bei den Schülern, denn mit ein wenig Übung kann man aus Ton fast alles herstellen.



Siehe auch: Rahmenplan Kunst Land Brandenburg
                    André Trocha
                    Künstlergemeinschaft Kontrapost