Fasten

 

Als katholische Schule möchten wir die Fastenzeit mit ihren Kindern leben. So gibt es jedes Jahr ein ganz bestimmtes Fastenprojekt, für das wir sammeln und das rechtzeitig im Kollegium gemeinsam ausgesucht wird.

Die vierzigtägige Fastenzeit ist eine wichtige Zeit im Jahreskreis der Kirche. Diese beginnt am Aschermittwoch und endet in der Osternacht. Bereits in der Heiligen Schrift gibt es Hinweise auf eine Fastenzeit. Im Alten Testament verbringt Mose vierzig Tage auf dem Berg, um die zehn Gebote zu empfangen. Elia wandert später vierzig Tage durch die Wüste und hat dann am Berg Horeb die Gotteserfahrung. Jesus Christus selbst ging nach seiner Taufe 40 Tage lang in die Wüste. Die Fastenzeit hat eine sehr lange Tradition in der Kirche. Bereits im Jahre 325 kannte man diese Vorbereitungszeit auf Ostern. Im sechsten oder siebten Jahrhundert setzte sich durch, dass der Sonntag ein Festtag ist, der nicht zur Fastenzeit gehört. So wurde die Fastenzeit auf den Mittwoch vorgelegt, so dass es, ohne die Sonntage mitzuzählen, insgesamt 40 Tage sind.


22.02. Beginn unseres Fastenprojekts 2012 
"Hilfe für das Kindernest Rumänien"

http://www.kindernest-rumaenien.com/

8.15 Uhr Gottesdienst zum Aschermittwoch Klasse 1-6
HERZLICHE EINLADUNG!!!

Liebe Familien und Freunde unserer Schule! Wir wollen dem Beispiel von Robert Mahnke aus Berlin folgen und seinen Verein, der es inzwischen geschafft hat, ein Kinderheim für die Ärmsten der Armen in Rumänien zu bauen, unterstützen. 
Fotos und Berichte haben uns alle sehr bewegt und es besteht ein persönlicher Kontakt zu Robert nach Rumänien


Schon im vergangenen Jahr haben wir das "Kindernest" in Rumänien zu unserem Fastenprojekt gemacht: 
 

Jeder Zettel ein Quadratmeter

Petershagen-Eggersdorf (moz) In jeder Pause stehen andere Kinder vor dem großen Aufsteller im Eingangsbereich der katholischen Grundschule St. Hedwig in Petershagen und zählen. Kleine gelbe Zettelchen kleben auf einer großen schwarzen Papierfläche – jedes steht für einen Quadratmeter Land, zu erwerben für jeweils 20 Euro. „Jetzt sind es schon 60“, haben Cosima und Malin gerade festgestellt. Und der Erlös vom Kuchenbasar sei noch gar nicht dabei, macht Schulleiterin Anja Wuttke-Neumann geltend.

Grundstücksgeschäfte in einer katholischen Grundschule? Keineswegs. Das Quadratmeter-Sammeln hat vielmehr mit der vorösterlichen Fastenzeit zu tun und dem Anliegen, diese 40 Tage mit möglichst hilfreichen, sinnvollen, nutzbringenden Tätigkeiten zu verbinden. Zum Beispiel, Robert Mahnke und den Verein „Kindernest Rumänien“ zu unterstützen, der für Straßenkinder in diesem europäischen Land ein Heim baut und das Grundstück dafür erweitern will – der Quad­ratmeter zu 20 Euro.

Das tiefere Anliegen der Fastenzeit für Kinder spürbar, nachvollziehbar zu gestalten, damit sie sich identifizieren können und auch Glück durch Verzicht kennen lernen, hat Anja Wuttke-Neumann am Anfang nur Bilder sprechen lassen. Der persönliche Kontakt und der Datenverkehr zu dem heute in Rumänien lebenden jungen Berliner machten das möglich. Die schwer vorstellbare Armut und das Leid der elternlosen rumänischen Straßenkinder, lakonisch auf Fotos gebannt, bewogen nicht nur Robert Mahnke während einer Urlaubsreise zum Abbrechen seiner Zelte in Deutschland. „Unsere Schüler beteten spontan“, berichtet die Schulleiterin, „und sie hatten viele Ideen, wie sie zu Geld kommen können.“

Auf Flohmarkt und zum Benefizkonzert, bei Kuchen- und Spielzeugbasar, bei Saft-Bar, Milch-shake- und Pizzaverkauf zum Frühjahrsputz, fürs Osterbasteln und sogar zur Türkollekte nach dem Gottesdienst sind so schon 1200 Euro zusammengekommen. Und bis Ostern ist noch etliche Tage Zeit.






Steine (Quadratmeter) zählen - für die Fasten-Aktion der katholischen grundschule Petershagen - im Bild Cosima und Malin © Gabriele Rataj









Info: www.kindernest-rumaenien.de; Spenden an: Kindernest Rumänien e. V., K.-Nr. 3323200, BLZ 10020500, Bank f. Sozialwirtschaft, Kennw. „Kinderdorf Rumänien“

 
 

Zur Fastenzeit Aktionen für das Kindernest

Petershagen-Eggersdorf (moz) Ein Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Hubertus hat am Mittwoch die Fastenzeit auch für Schüler der benachbarten katholischen Grundschule St. Hedwig eröffnet. Für das Fasten im übertragenen Sinne eines spürbaren Verzichts für etwas Nützliches und Hilfreiches wollen die Grundschüler in diesem Jahr Geld für das Projekt „Kindernest“ in Rumänien zusammentragen.

Die Entscheidung dafür passe zum Jahresmotto „Türen öffnen“, sagte Schulleiterin Anja Wuttke-Neumann der MOZ. So würden Türen in ein europäisches Land geöffnet, wo es vielen Kindern ungleich schlechter ginge. Durch persönliche Bekanntschaft mit dem Berliner Robert Mahnke, der 2008 alle Zelte in Deutschland abgebrochen hatte, um in Rumänien das Kindernest-Zent­rum aufzubauen, sei eine eindringliche Verbindung zustande gekommen, die von den Kindern im Internet mitverfolgt wird.

Verschiedene Aktionen sollen in den nächsten 40 Tagen dazu beitragen, dass möglichst viele „Quadratmeter Zukunft“ à 20 Euro erwirtschaftet werden. – für den Grundstückskauf zum Bau von Kita und Kinderklub.
(Zeitungsartikel der Märkischen Oderzeitung vom 10. März 2011 Frau G. Ratay)

 

Bitte sprechen oder mailen Sie mich an, wenn auch Sie weitere Ideen für das Projekt haben.
verwaltung@katholische-grundschule-petershagen.de
 
 
 

Auch Kinder können "fasten" lernen. Die österliche Bußzeit ist ebenso wie der Advent eine Vorbereitungszeit. Deshalb soll auch in der Fastenzeit etwas von der Vorfreude zu spüren sein. Kinder sollen merken: Fasten und Verzichten bringen eine neue innere Freiheit, Freude und Befriedigung. Für Kinder ist es wichtig, wenn diese Zeit nicht mit vielen großen oder kleinen Vorsätzen überfüllt ist. Da geschieht es zu leicht, dass das Einhalten nicht gelingt, Kinder werden entmutigt und es macht sich Frust breit. So nehmen sich Kinder beispielsweise vor, auf Süßes oder den Fernseher zu verzichten. Wohl können Eltern mit ihren Kindern in dieser Zeit auf bestimmtes Verhalten, Umgangsformen und Lebenshaltungen besonders achten. 

Wir denken, dass es gut ist, wenn wir in der Schule mit den Kindern zwei wichtige Haltungen einüben: Verzicht oder Bedürfnisaufschub und Solidarität. Wenn Kinder zum Verzicht angehalten werden, ist es umso wichtiger, dass sie den Sinn des Tuns einigermaßen verstehen lernen. Das bedeutet wiederum, dass viel miteinander gesprochen wird, dass es gemeinsame Überlegungen und Regeln gibt, die die Bedeutung des Verzichtens aufzeigen. Das Beispiel der Eltern und Erwachsenen zählt und kann Kinder ermutigen oder eben auch die Freude am "Fasten" nehmen.

Teilen macht Freude Fasten bedeutet nicht weggeben, was man zu viel hat und eh nicht braucht. Es kann auch ein bisschen wehtun, wenn ich mich von etwas trenne um zu teilen, zu schenken. Unter diesem Gesichtspunkt können auch Kinder "fasten" lernen: Ich will teilen und nicht bloß weggeben, was ich zu viel habe. Das Kind soll dabei erleben, dass teilen Freude bereitet, dass man durch das Teilen Freunde gewinnt (etwa beim Spielen) und gemeinsam schöne Stunden verbringt.